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    Projekte »
    micro resist technology GmbH

     Laboratory Skin Patches and Smart Cards based on foils and compatible with a  Smartbiophone - LABONFOIL
    Labonfoil_logo_bild    labonfoil_logo

    Projektnummer
    224306
    EU-gefördert, FR 7

    Projektlaufzeit
    05/2008 – 04/2012


    Projektziele
    Die Herausforderung im Rahmen des EU-Projektes LabOnFoil mit 15 Partnern von 8 Ländern besteht in der Weiterführung der Aufgabe aus OptoLabCard und damit in der Entwicklung eines extrem kostengünstigen “Labor auf einem Chip (LabOnAChip=LOC)“ mit einer gegenüber dem Standardanalyseverfahren vergleichbaren Reaktionszeit, Empfindlichkeit und Einfachheit in der Handhabung/ Nutzung. Der Endanwender soll die Testergebnisse unter Nutzung einer bekannten Schnittstelle, einem Smart-Phone und einer Zusammenstellung von verschiedenen Labcards und Diagnoseplaster (skin patch) erhalten, in denen sowohl die Probenpreparation als auch die Detektion (qualitativ und quantitativ) der Erreger oder Bakterien stattfindet. Dies soll im Rahmen von LabOnFoil für vier Anwendungen entwickelt werden:

  • Labcard für die Detektion von Seealgen, um Informationen über die giftige Algenblüte, den Kohlendioxidgehalt und damit den Klimawandel in den Meeren zu gewinnen.
  • Labcard für die Detektion von Salmonella- und Campylobactorerregern für Anwendungen in Schlachthäusern und auf Bauernhöfen.
  • Labcard für kolorektale Krebsuntersuchungen unter Nutzung von Blut.
  • Diagnoseplaster für die Kokainkontrolle (vergleichbar dem mobilen Alkoholtest) für Autofahrer.

  • Die Hauptaufgaben des Projektes bestehen in der:

  • Entwicklung eines Rolle-zu-Rolle Prozesses für die UV-lithographische Strukturierung von epoxidharzbasierten (SU-8) Materialien, wobei großflächige Folien anstelle von Wafern verwendet werden sollen.
  • Entwicklung einer Standardtechnologie für die Herstellung von extrem kostengünstigen Mikrosystemen.
  • Entwicklung eines kommerziell verfügbaren und einsatzfähigen Lab-on-a-Chip (LOC) Device.
  • Entwicklung von Prozess- und Technologieschritten zur Deponierung und Lagerung der benötigten Bioreagenzien auf dem LOC während des Herstellungsprozesses.

  • Projektnutzen
    Die Arbeiten bei der micro resist technology GmbH bestehen vor allem in der Entwicklung und Bereitstellung von Trockenresistfilmen auf Epoxidharzbasis auf flexiblen transparenten, teils nicht transparenten, chemisch und thermisch stabilen Substraten in verschiedenen Schichtdicken. Es gilt die Materialkombination, als auch den Prozeß für die Nutzung der damit präparierten Trockenresistfilme für eine Permanent- und Nichtpermanentanwendung zu entwickeln. Folgende Herausforderungen sind dabei zu bewältigen: Erzeugung von trockenen, klebfreien, nicht spröden, sondern ausreichend flexiblen Trockenresistfilmen unterschiedlicher Dicke mit ausgezeichneter Schichtdickenhomogenität mit sehr guten lithographischen Eigenschaften wie z.B. ein gerades und senkrechtes Kantenprofil und keine Risse. Je nach Anwendung – permanent auf Folie z.B. als Abdeckung oder nicht permanent, sondern zum Aufbau eines Mehrschichtsystem für ein Laminierschritt muss der Trocknungsschritt und damit die Haftung des Trockenresistfilms auf dem flexiblen Träger angepasst werden. Ebenso werden Untersuchungen durchgeführt die Autofluoreszenzeigenschaften des Chip-Materials SU-8 zu verändern.

    Strukturen
    Abb.: Strukturierung eines epoxidharzbasierten Resists nach Laminierung eines präparierten Trockenresistfilmes auf ein Siliziumsubstrat, Schichtdicke 260 µm



    Mehr Informationen unter » www.labonfoil.eu «

    Ausblick
    Die zukünftige Massenproduktion dieser neuen diagnostischen Komponenten soll durch einen Entwicklungssprung in der Herstellungstechnologie (Equipment und Verfahren) garantiert werden. Die enorme Kostenreduzierung soll durch den Einsatz von großflächigen Trockenresistfilmen anstelle der Silizium-Wafertechnologie erfolgen. Die Verwendung eines mobilen Smart-Phons stellt eine enorme Bandbreite von Kommunikations- und Schnittstellenmöglichkeiten sicher. Die einzelnen Labcards und das Diagnoseplaster werden die breiten Einsatzmöglichkeiten für Anwendungen darüber hinaus und das Potential für weitere zukünftige Anwendungen demonstrieren.


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