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micro resist technology GmbH
Die meist gestellten Fragen zu unseren Produkten:
1) Gibt es exakte Daten zur hohen Ätzresistenz der ma-P 1200 – Resiste?
Die ma-P 1200 – Resiste weisen eine hohe Ätzresistenz auf. So ergibt
ma-P 1200 z.B. gute Resultate beim Trockenätzen (u.a. mit CF4 oder Hochdichte-Plasma
SF6/O2).
Die Ätzraten der Resiste hängen stark von den Ätzbedingungen
ab. Die Ätzanlage hat einen Einfluss, die zu ätzende offene Waferfläche,
die Ätzgaszusammensetzung und andere Parameter wie z.B. Druck, Temperatur
oder die Spannung.
ma-P 1200 – Resiste haben eine gute thermische Stabilität. Dies
ermöglicht eine weitere thermische Stabilisierung der Resiste vor dem
anschließenden Plasmaätzen. So ist z.B. ein Hardbake bei 120 °C
im Ofen günstig (mit Temperaturrampe, um Strukturverrundungen zu minimieren),
wozu vorher auch ein stärkerer Prebake nötig ist. Im Falle einer
7,5 µm dicken ma-P 1275 – Schicht wäre das z.B. ein Prebake
bei 110 °C für 5 – 10 min auf der Hotplate.
Wir können keine genaueren Zahlenwerte zur Ätzrate angeben. Dies
ist nahezu unmöglich, da die Ätzbedingungen von Labor zu Labor unterschiedlich
sein können.
2) Wie kann ich Bläschen in der Resistschicht vermeiden?
Blasenbildung im Resist kann verschiedene Ursachen haben.
Vor allem bei höherviskosen Resisten können größere Blasen
entstehen, wenn der Resist zu sehr geschüttelt wurde oder größeren
Temperaturschwankungen ausgesetzt war. Die Blasen verschwinden, wenn der Resist
eine Weile ruht (z.B. wenn die Flasche einige Zeit im Reinraum unter konstanten
klimatischen Bedingungen aufbewahrt wird).
Blasen, die während des Prebakes von dicken Resistschichten auftreten,
werden durch das Verdunsten des Lösungsmittels verursacht. Dies wird
wiederum nur bei hochviskosen Resisten beobachtet. Es ist wichtig, in diesem
Fall eine bestimmte Relaxationszeit zwischen der Schleuderbeschichtung und
dem Prebake einzuhalten, um die Entstehung von Blasen zu verhindern.
Verschiedene Ursachen sind möglich für kleinere Bläschen in
den belichteten Arealen. Die Regulierung der jeweiligen Prozessbedingung verhindert
die Bläschenbildung:
3) Ist ma-P 1200 starken Säuren gegenüber stabil?
Generell halten ma-P 1200 – Resiste starken Säuren sehr
gut stand. In Untersuchungen wurde z.B. gezeigt, dass 2,5 µm
dicke ma-P 1225 und 7,5 µm dicke ma-P 1275 - Schichten, beide
unter Standardbedingungen verarbeitet, konzentrierte HCL bei 45…50 °C
mindestens 10 min problemlos aushalten. Es wurde kein Angriff an
der Resistoberfläche beobachtet.
Konzentrierte HF ist jedoch schwierig für alle Photoresiste
(vgl. Frage 4).
Auch stark oxidierende Säuren können Probleme verursachen.
Die Resiststabilität hängt in diesen Fällen von der
Temperatur und der Zusammensetzung des Ätzmittels ab.
4) Kann ich ma-P 1200 – Resiste als Maske für das HF-Glasätzen
anwenden?
Das HF-Ätzen ist etwas anspruchsvoll. HF greift den Resist nicht an.
Aber es kann unter den Resist diffundieren und ihn von unten abheben, was
eine schlechte Haftung auf dem Substrat verursacht. Darum sollte eine so hohe
Schichtdicke wie möglich gewählt werden. Und der Resist sollte stabilisiert
werden (stärkerer Prebake und Hardbake). Trotzdem hängt es stark
von der HF-Konzentration und der Ätzzeit ab, wie weit der Photoresist
dem Ätzen standhält.
In der Literatur ist erwähnt, dass ma-P 1200 für das Ätzen
mit gepufferter HF geeignet ist [1].
[1] A. Pozzato, S. Dal Zilio, G. Fois, D. Vendramin, G. Mistura, M. Belotti, Y. Chen, M. Natali, Microelectronic Eng. 83 (2006), 884-888, doi:10.1016/j.mee.2006.01.012
5) Kann ich Positivresiste für Lift-off-Prozesse verwenden?
Für Lift-off-Prozesse kann ein Zweischichtsystem angewendet werden. LOR
(ein nicht lichtempfindliches Polymer, das von MicroChem Corp. für verschiedene
Schichtdicken angeboten wird) kann z.B. als untere Schicht eingesetzt werden.
In einem zweiten Schritt wird ein Positivresist, z.B. aus der ma-P 1200 – Serie,
als obere Schicht aufgebracht. Während der wässrig-alkalischen Entwicklung
werden die belichteten Areale der Positivresistschicht aufgegelöst und
ebenso die LOR-Schicht darunter. Das unterschnittene Profil in der unteren
Schicht wird durch Variation der Entwicklungszeit und der Prebakebedingungen
der LOR-Schicht eingestellt.
Für einige Anwendungen kann der Lift-off mit einem Einschicht-Resist,
der kein unterschnittenes Profil ergibt, durchgeführt werden. So wäre
z.B. die Verwendung von ma-P 1200 – Resist ohne zusätzliche Unterschicht
ausreichend – vorzugsweise in etwas höherer Schichtdicke, um dem
Stripper den Angriff an den Resist-Seitenwänden zu ermöglichen.
In diesem Fall ist die Qualität der Ränder des abgeschiedenen Metalls
geringfügig schlechter als in einem Zweischichtprozess.
6) Gibt es einen Entwickler, der Al und Al-haltige Substrate nicht
angreift?
Wir empfehlen, „Developer Concentrate” von Rohm & Haas für die Entwicklung von Resisten der ma-P 1200 – Serie auf Al oder Al-haltigen Substraten anzuwenden. Der Entwickler kann von unserem Unternehmen bezogen werden. Er enthält Metasilikat, das Al praktisch nicht angreift.
